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Blutiges Ende eines Routineeinsatzes

Rettungsmedizin| Views: 255

Schrecklicher Angriff auf Rettungsteam in Bayreuth

Ein Einsatz, der zunächst wie Routine aussah, entwickelte sich für ein Bayreuther Rettungsteam in der Nacht zum Dienstag zu einem schwerwiegenden Zwischenfall mit schweren Verletzungen von Notärztin und Rettungsfachpersonal.

Wie eine Polizeisprecherin berichtet wurde das Rettungsteam am Abend zu einem „medizinischen Notfall“ in ein Bayreuther Einfamilienhaus alarmiert. Der mutmaßliche 26-jährige Patient reagierte jedoch auf den durch den Anruf eines Nachbarn ausgelösten Einsatz aggressiv und stach mit einem Messer auf die Rettungskräfte ein. Die Notärztin und das Rettungsfachpersonal wurden dabei schwer, aber glücklicherweise nicht lebensbedrohlich verletzt. Mindestens einer der Verletzten musste allerdings Presseberichten zufolge operativ versorgt werden.

Der Täter verschanzte sich wohl auf dem Dachboden des Hauses und konnte, nachdem er Verhandlungsversuchen seitens der Polizei nicht zugänglich war, von Beamten des SEK Nordbayern festgenommen werden.

Auch wenn diese Tat für deutsche Verhältnisse als Einzelfall gewertet werden kann, zeigt das Geschehen doch, dass Rettungsteams jederzeit – auch oder gerade bei vermeintlichen Routineeinsätzen – mit Gewalt rechnen müssen. Im Rahmen der regelmäßigen Rettungsdienstfortbildungen am Bundeswehrkrankenhaus wurde deshalb auch dieses Thema schon behandelt und Möglichkeiten der Deeskalation in solchen Situationen besprochen.

traumateam wünscht den Bayreuther Kollegen eine baldige Genesung und eine stabile Verarbeitung der Geschehnisse im Team.

Quelle: http://www.wochenblatt.de/storage/scl/diashows/schwandorf/2015/11082015attacke_bayreuth/857951_m3w900h600q75v54759_10082015_amoklage_bayreuth_622.jpg

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http://www.wochenblatt.de/storage/scl/diashows/schwandorf/2015/11082015attacke_bayreuth/857951_m3w900h600q75v54759_10082015_amoklage_bayreuth_622.jpg

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