Christoph 22

H145 – kraftvoll und leise

In den Anfängen der Luftrettung in Ulm wurden die Luftretter mit der Bell UH-1D (wegen ihres charakteristischen Sounds liebevoll “Teppichklopfer” genannt) zum EInsatz geflogen, mit der Kooperation des Bundeswehrkrankenhaus mit der ADAC Luftrettung wurde viele Jahre ein weiteres Luftfahrzeugmuster in Ulm eingesetzt, die bewährte BK-117.

Seit 2018 wird in Ulm ein H145 (Airbus Helicopters), das neueste und größte Hubschraubermodell der ADAC-Flotte, geflogen. Die Maschine zeichnet sich durch ihre Leistungsstärke mit 1.072 PS bei gleichzeitig geringer Lärmemission aus. Die Einsatzgeschwindigkeit des H145 beträgt ca. 220 km/h, seine Reichweite ca. 651 km.

Durch seinen geräumigen Innenbereich wird er auch als Intensivtransporthubschrauber (ITH) eingesetzt und bietet die Möglichkeit ein weiteres Crew-Mitglied zur Ausbildung mitzunehmen.

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  1. […] & Umgebung berichtet in seiner aktuellen Ausgabe über die Arbeit am Ulmer Rettungshubschrauber CHRISTOPH 22, der in Kooperation der ADAC Luftrettung mit dem Bundeswehrkrankenhaus Ulm betrieben wird. Dazu hat […]

Christoph 22

 

Besatzung RTH Christoph 22

Besatzung RTH Christoph 22

Die Crew

Der Notarzt zählt nach der geltenden Definition nicht zur Crew. Deshalb wird die Betrachtung des menschlichen Faktors bewusst auf das Team ausgedehnt, zu dem der Notarzt zählt und in dem der Arzt eine wesentliche Rolle spielt. Die Kompetenzen sind eindeutig verteilt. Der „Pilot in command“ trifft alle fliegerischen Entscheidungen, während der Arzt die medizinischen Entscheidungen trifft. Hier zeigt sich der erste Konfliktbereich. Der Rettungsassistent in der Funktion des „Hems Crew Member“ unterstützt gleichzeitig den Piloten z. B. bei Navigation, Flug-Funkverkehr und BOS-Funkverkehr, der Überwachung des Luftraumes etc. und den Notarzt bei der Versorgung des Patienten. Die Entscheidung über die jeweilige Zuordnung des Rettungsassistenten / HCM zu den verschiedenen Aufgaben muss von Fall zu Fall einvernehmlich innerhalb des Teams getroffen werden. Das ist umso einfacher, je mehr der Arzt von der Tätigkeit des Piloten weiß und umgekehrt.  Grundlegende Fragestellungen und Probleme von Flugplanung, Flugdurchführung, Navigation, Kommunikation, Funk und Flugtechnik, sowie die Besonderheiten des jeweiligen Fluggerätes aber auch der Flugmedizin müssen auch dem begleitenden Notarzt bekannt sein. Eine uneingeschränkte körperliche Flugtauglichkeit ist zudem unabdingbar. Gleichermaßen dient es der Sache, wenn der Pilot Grundbegriffe der Intensiv- und Notfallmedizin kennt. Unte diesen Umständen kann Kommunikation im Team einfach und zweckgebunden durchgeführt werden.

 

Christoph 22 Nightflight

Christoph 22 Nightflight

Sicherheitseinweisung

Alle Besatzungsmitglieder müssen nach den o.g. gültigen Flugbetriebsbestimmungen in den Gebrauch und die Unterbringung der im Hubschrauber befindlichen Rettungs- und Sicherheitsgeräte regelmäßig eingewiesen werden. Die Gültigkeit der Sicherheitseinweisung beträgt 12 Monate und muß für jeden Hubschraubertyp getrennt durchgeführt werden. Die Handhabung einzelner Bedienteile wie Gurtschlösser der Sicherheitsgurte oder die Türverschlüsse bzw. der Verschluß des Notausstieges können sich herstellerbedingt zum Teil erheblich unterscheiden.

Zur Sicherheitsausrüstung zählt u.a. neben Feuerlöschern, Verbandkasten (auch für RTH/ITH), Taschenlampe, Notaxt bzw. Nothammer auch ein Notfunksender. Die Handhabung der lebenswichtigen Geräte, wie z. B. des Feuerlöschers, und die Durchführung lebenswichtiger Prozeduren, wie z. B. das Öffnen des Notausstiegs, müssen nicht nur theoretisch bekannt sein, sondern durch regelmäßige Einweisungen als handlungssicheres Wissen vorhanden sein, dass auch unter Extrembedingungen absolut fehlerfrei abrufbar ist. So muß auch der Arzt z. B. nach einer Notlandung in der Dunkelheit oder bei verrauchter Kabine ohne Zeitverlust den Notausstieg finden und öffnen können.

Flugbetrieb

Besonders im laufenden Flugbetrieb müssen eine Reihe von Regeln beachtet werden, um eine Eigen- und Fremdgefährdung auszuschließen, die vor allemvon den schnell bewegenden Teilen des Hubschraubers wie Hauptrotor undHeckrotor ausgehen. Der erzeugte Abwind des Hubschraubers, der RotorDownwash, kann je nach Hubschraubertyp der Windstärke 12 entsprechen.Lose Gegenstände auf oder in der Umgebung des Landesplatzes könnenaufgewirbelt werden und umherfliegen. Damit stellen sie nicht nur fürumstehende Personen, sondern auch durch eine mögliche Kollision für denHubschrauber selbst eine Gefahr da. Dies gilt bspw. auch für das medizinischesEquipment eines Teams, das am Landeplatz auf den angekündigten Patientenwartet.

Eine Annäherung an den Hubschrauber darf in der Regel nur nach demAuslaufen der Rotoren und dann zwingend nach direktem Sichtkontakt mit demPiloten (er sitzt meist vorne rechts in der Maschine) erfolgen. Bei einer Vielzahlvon Hubschraubertypen müssen die Triebwerke zur Abkühlung noch 1-2 Minutennachlaufen, wobei der Rotor auf entsprechender Drehzahl weiterdreht. Gerade in dieser vermeintlich sicheren Phase nach der Landung, in der die Maschine zwar schon steht, bestehen die gleichen Gefahren weiterhin! Insbesondere beilaufenden Rotoren darf eine Annäherung an die Maschine ausschließlich vonvorne erfolgen und niemals von hinten, da bei der Annäherung von hinten derschnelllaufende Heckrotor vom menschlichen Auge häufig nicht wahrgenommenwerden kann.

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