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Hart aber herzlich

Allgemein, Flugbetrieb| Views: 321

Nun ist es offiziell: die langjährige Geschäftsführerin der ADAC Luftrettung gGmbH wechselt zum 1.4. an die Spitze der ADAC Abrechnungsgesellschaft.

Militärisch gesehen ein Kommandowechsel, wie er häufig vorkommt. Ein solcher jedoch fällt den nachgeordneten Bereichen  immer dann besonders schwer, wenn ein Kommandeur viel für die Truppe getan hat und stets einen persönlichen Bezug zu den Soldaten und zum Auftrag hatte.

Ein solcher “Kommandeur“ war Susanne Matzke-Ahl. 22 Jahre hat die sympathische Geschäftsfrau nicht nur die Geschicke der Luftrettung im ADAC geleitet, sondern die Luftrettung in ganz Deutschland und über die Grenzen hinaus mit großer Leidenschaft geprägt. In diese Jahre fallen der Ausbau der Luftrettungsstationen zu einem weltweit beispielgebenden flächendeckenden Netz über ganz Deutschland (der ADAC betreibt derzeit 36 Stationen) verbunden mit einer ständigen Modernisierung der Hubschrauber-Flotte, die Ausdehnung über Staatsgrenzen hinweg durch Kooperationen mit den Niederlanden und Österreich, sowie die Übernahme etlicher zuvor von der Bundeswehr betriebener Stationen.  Die Station Christoph 22 in Ulm war Ihr dabei als einzige ADAC-Station in Baden-Württemberg stets ein persönliches Anliegen.

Bei den Kostenträgern und politisch Verantwortlichen galt sie stets als harter aber fairer Verhandlungspartner. Den Mitarbeitern auf den RTH-Stationen jedoch vermitteltete Sie mit größter Herzlichkeit das Gefühl Teil einer großen Familie zu sein. Frau Matzke-Ahl war immer ein gern gesehener Gast auf  Veranstaltungen von traumateam und hat viel mit uns gelacht – auch in Zukunft wird sie dem Team von Christoph 22 stets willkommen sein.

„Es ist mir wichtig, dass alle an der Luftrettung Beteiligten vom Hubschrauberhersteller, über die Leitstelle, die Crew, die Kliniken bis zum Mitarbeiter der Zulassungsbehörde wissen, dass sie mit ihrer Arbeit Teil der ‚Rettungskette Luftrettung‘ sind. Jeder trägt hier mit seinem Beitrag ein Teil Verantwortung für das Wohl unserer Patienten und die Lebenszeit, die sich durch die Luftrettung gewinnen lässt“ teilt Frau Matzke-Ahl in einem internen Rundschreiben mit.

Genau diese Angesprochenen bedanken sich nun für die stets faire Zusammenarbeit, wünschen ihr alles Gute für die neue Aufgabe und werden sie sehr vermissen!

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