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Gemeinsame Übung mit Bergwacht Blautal

Fortbildungen, Kurse| Views: 171

DIe Bergwacht-Bereitschaft Blautal führte auch in diesem Sommer gemeinsam mit traumateam e.V. und der Sektion Notfallmedizin der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Bundeswehrkrankenhauses Ulm wieder einen Workshop für Notärzte und Rettungsdienstpersonal durch. Dieses Jahr standen taktische Überlegungen im Bergwachteinsatz im Fokus.
Zu Beginn des Workshops erläuterte der Breitschaftsarzt, Johannes Dillmann, Strukturen und prinzipielle Vorgehensweisen der Bergwacht. Es folgte die theoretische und praktische Einweisung der Teilnehmer in die zur Verfügung stehenden Sicherungsmittel.

Abb. 1

Im Anschluss wurde die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Ulm durch Johannes Hühn vorgestellt. Nach einer Kaffeepause referierte Enrico Staps, Anästhesist am Bundeswehrkrankenhaus Ulm, über taktische Überlegungen bei Einsätzen im unwegsamen Gelände. Ziel war es, gemeinsam mit den Teilnehmern, eine strukturierte Vorgehensweise für derartige Einsätze zu erarbeiten.

Abb. 2

Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurden an zwei Felsen im Blautal Einsatzszenarien nachgestellt. An der Station „Günzelburg“ wurde die Crashrettung eines abgestürzten Kletterers geübt. Der Verletzte wurde hier ohne medizinische Versorgung, mit Hilfe von Spineboard und Gebirgstrage, in Gelände ohne Absturzgefahr gerettet.

Abb. 3      Abb. 4

Genau das Gegenteil wurde an der Station „Wachtfels“ geübt. Hier wurde der schwerverletzte Kletterer an Ort und Stelle komplett versorgt und dann, unter Inkaufnahme aller Einschränkungen, durch Monitoring, Beatmung etc., in der Gebirgstrage abtransportiert.

Aufgrund des positiven Feedbacks aller Teilnehmer wird es auch im nächsten Jahr wieder einen Workshop geben. Die Planung läuft bereits.

Text und Bilder: E. Staps

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