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Gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr

Flugbetrieb| Views: 429

Casual+y“ ist eine seit 30 Jahren von der BBC wöchentlich ausgestrahlte TV-Serie über eine Notaufnahme in einem fiktiven Krankenhaus. Zum 30jährigen Jubiläum zeigen die Produzenten nun einen spektakulären Helicopter-Crash: Durch den Zusammenstoß mit einer von einem Kind gesteuerten Drohne mit dem Heckrotor eines Rettungshubschraubers gerät dieser außer Kontrolle und stürzt auf den Landeplatz der Klinik.

Auch wenn eine ähnliche Story bereits in der US-Serie Chicago Fire thematisiert wurde und solche Szenen natürlich für die TV-Zuschauer spektakulär aufbereitet werden, weisen sie doch zumindest auf die Gefahr hin, die von unverantwortlich gesteuerten Drohnen ausgeht.

Die Deutsche Flugsicherung berichtet über mehrere Vorfälle mit Beinahe-Zusammenstößen von Drohnen und anderen Luftfahrzeugen. Eigentlich dürfen Drohnen nur auf Sichtweite geflogen werden, das heißt: in einem Umkreis von maximal 300 Metern. In der Höhe gilt eine Grenze von maximal 100 Metern, um dem Flugverkehr nicht zu nahe zu kommen. Im Umkreis von 1,5 Kilometern rund um einen Flughafen dürfen sie überhaupt nicht fliegen.

Rettungshubschrauber operieren häufig außerhalb von Flughäfen und in geringeren Höhen. Aus dem Cockpit sind die verhältnismäßig kleinen Drohnen nur schwer zu erkennen. Dies unterstreicht die Verantwortung der „Drohnen-Piloten“, die sich bewusst machen müssen, dass der Tatbestand „Gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr“ strafbar ist.

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