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CPR: Unterbrechung der Thoraxkompressionen für Beatmung verschlechtert das Outcome nicht

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Gerade ist in den neuen CPR-Leitlinien die Bedeutung der „unterbrechungsfreien“ Thoraxkompression nochmal unterstrichen worden, da erscheint im angesehenen New England Journal of Medicine eine Studie des Resuscitation Outcomes Consortiums.

Diese Arbeitsgruppe hat 114 professionelle nordamerikanische Rettungsdienste  in zwei Gruppen aufgeteilt: Die eine Gruppe wurde ange­wiesen, bei Personen mit vermutetem kardial bedingtem Herz-Kreislauf-Stillstand die traditionelle „30:2“-Reanimation durchzuführen, die andere sollte kontinuierliche Thoraxkom­pressionen durchführen. Nach zwei Jahren wechselten die einzelnen Gruppen die Strategie.

Dabei wurden von 6/2011 bis 5/2015 23.711 Patienten reanimiert. Bei 12.653 Patienten, wurden kontinuierliche Thoraxkompressionen durchgeführt – in dieser Gruppe konnten 1.129 (9,0 Prozent) lebend aus der Klinik entlassen werden. In der Kontrollgruppe mit der „klassischen“ „30:2“-Reanimation konnten von 11.035 Patienten 1.072  (9,7 Prozent) die Klinik wieder verlassenl. Der Unterschied von 0,7 Prozentpunkten ist nicht signifikant; dies wird von den Autoren so interpretiert,  dass der Verzicht auf eine aktive Ventilation zugunsten einer kontinuierlichen Thoraxkompression die Prognose nicht verbessert.

Die komplette Studie kann hier nachgelesen werden:

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