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Weitere MedEvac-Flüge wegen COVID-19

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In einem persönlichen Brief hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Italiens Präsident Sergio Mattarella Deutschlands Solidarität in der Covid-Krise zugesichert.

Entsprechend wurde ein MedEvac-Airbus vom Typ A310 am Samstag früh nach Bergamo entsandt, um sechs schwerkranke Patienten nach Deutschland zu holen. Es handelte sich ausnahmslos um Patienten im Alter zwischen 50 und 70 Jahren, die wegen der Infektion mit dem SARS-CoV-2 Virus unter einer schwersten Lungenentzündung leiden, welche eine differenzierte Beatmung erforderlich macht.

Mit dem A310 in der Konfiguration für medizinische Evakuierungen (MedEvac) können zeitgleich sechs solcher Patienten intensivmedizinisch betreut und beatmet transportiert werden. Mit zwei intensivmedizinischen Teams aus dem Bundeswehrkrankenhaus (BwK) Ulm und einem weiteren aus dem Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz (jeweils bestehend aus einem Facharzt und einer Fachpflegekraft für Anästhesiologie und Intensivmedizin) konnten sechs Patienten am Flughafen in Bergamo von dankbaren und erschöpft wirkenden italienischen Kollegen übernommen und in einem einstündigen Flug nach Köln gebracht werden.

Dort wurden die schwerkranken Italiener vom leitenden Notarzt der Stadt Köln auf bereits wartende Intensivtransportwagen verteilt und in die Universitätskliniken Köln, Bonn und Bochum weiterverlegt.

Ähnlich wie die Präsidenten hatten auch die Verteidigungsministerinnen von Frankreich, Florence Parly, und Deutschland, Annegret Kramp-Karrenbauer, vereinbart, Covid-infizierte Intensivpatinten zur Entlastung des Elasaß nach Deutschland zu übernehmen. Nachdem bereits letzte Woche Patienten aus Colmar nach Ulm gebracht worden waren, wurden am Sonntag zwei weitere französische Intensivpatienten aus Straßburg mit einem Airbus A400M der Bundeswehr unter intensivmedizinischer Betreuung eines Team des BwK Berlin nach Stuttgart ausgeflogen, und dort von Intensivmedizinern des Ulmer BwK übernommen und mit einem Intensivtransportwagen und einem Rettungswagen in einem von Feldjägern abgesicherten Konvoi nach Ulm transportiert.

Auch diese beiden Patienten sind schwer krank und profitieren von den freien intensivmedizinischen Kapazitäten am Ulmer Bundeswehrkrankenhaus. Oberstarzt Prof. Dr. Matthias Helm, Direktor der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie betonte nach der Aufnahme, dass die Vorbereitungen am BwK Ulm so rechtzeitig begonnen hätten, dass trotz der Aufnahme europäischer Patienten weiterhin ausreichend Behandlungskapazität für Patienten aus der Region vorhanden sei.

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